Über uns ÖJV Baden-Württemberg - Langversion

Wir sind eine anerkannte Vereinigung der Jägerinnen und Jäger in
Baden Württemberg.

Die Landesregierung von Baden-Württemberg hat uns als Vereinigung der Jägerinnen und  Jäger Baden-Württembergs am 16. Juli 2016 amtlich anerkannt. Gerne und ideologiefrei nehmen wir unsere Anhörungs-, Beteiligungs- und Mitwirkungsrechte wahr, die sich aus der Anerkennung ergeben.

 

Diese Rechte erhalten nur Vereinigungen, welche...:

  • landesweit organisiert sind,
  • Jagdwesen, Tier- und Naturschutz fördern,
  • Gemeinnützig und von der Körperschaftssteuer befreit sind,
  • Gewähr für eine rechtmäßige, sachgerechte, satzungsgemäße Tätigkeit bieten.

Der ÖJV wurde am 27. Januar 1995 in Rottenburg am Neckar gegründet.

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Wer sind unsere Mitglieder?
Unsere Organisation vertritt die Interessen vieler Jägerinnen und Jäger aus den meisten Berufsgruppen. Viele sind Jagdpächter; einige auch Waldbesitzer. Viele Mitglieder kommen aus dem Forstberuf. Deshalb ist die Konzentration von fachlichem Wissen über Wald, Wild und Naturschutz zur Erhaltung von vielfältigem Leben in unserer Kulturlandschaft unschlagbar. Das macht uns attraktiv.

Ständige Fortbildung ist für uns unverzichtbar! Unsere Mitglieder wollen mehr wissen über die Hintergründe der Jagd: neue Erkenntnisse aus der Wildbiologie, über Verhalten und Entwicklung von Wildtiergemeinschaften, über ihre Lebensraumansprüche und - gefährdung, über das Management von Konflikten mit Wildtieren, über die Ziele des Naturschutzes und Anforderungen aus dem Tierschutz. Die Beteiligung von Mitgliedern mit beruflicher Orientierung im Jagdwesen, der Waldwirtschaft und im Naturschutz sichert die Aktualität des Wissens und die reiche Weitergabe von Erfahrung unter den Mitgliedern.

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Was eint uns?
Miteinander Jagen! Miteinander für vernünftige Wildstände sorgen. Begrenzung der Hochwildarten. Miteinander reisen, um die Zusammenhänge von Wald und Wild besser zu verstehen. Natur- und Tierschutz akzeptieren. Schutzgebiete bewahren. Lebensräume von Wildtieren erhalten und wieder entwickeln. Industrielle Landnutzung begrenzen und aber „Greening“ fördern. Unzeitgemäße Formen der Jagd aufgeben. Wir wollen, dass Jagdausübung und Nutzung von Wildtieren gesellschaftlich anerkannt bleiben.

 

Zu unserem Leitbild gehört:

  • Keine Tötung von Wildtieren ohne vernünftigen Grund
  • Keine Tötung gefährdeter Arten
  • Vermeidung von Tierleid bei allen Formen der Jagd
  • Förderung der Schießfertigkeit zur Vermeidung von Tierleid
  • Begrenzung der Fallenjagd
  • Schutz und sachgerechter Einsatz der Jagdhunde
  • Kein Tierleid bei der Ausbildung der Jagdhunde
  • Förderung gut ausgebildeter Nachsuchengespanne
  • Keine Tötung von Haustieren
  • Keine Tötung von Rabenvögeln
  • Keine Fütterung von Wildtieren
  • Förderung der Lebensraumgestaltung in der offenen Landschaft für Feldhase, Rebhuhn, Feldlärche, Kibitz,...
  • Förderung der Lebensraumerhaltung und -entwicklung im Wald für gefährdete Arten
  • Fuchsbejagung nur in Konfliktfällen
  • Verbot der Baujagd
  • Förderung der wissenschaftlich zu begleitenden Wiederansiedlung von Luchsen
  • Regulierung von Schalenwild auf ein Maß, das eine ungestörte, naturgemäße Waldentwicklung ohne technischen Schutz ermöglicht
  • Regulierung der Schwarzwildbestände
  • Begrenzung der Verbreitung von Sika-, Gams- und Muffelwild
  • Managementpläne in den Rotwildgebieten, da der Lebensraum dort den Ansprüchen dieser Art oft nicht gerecht wird
  • Managementpläne für großräumige Schutzgebiete
  • Förderung der selbstverwalteten Jagdgenossenschaft durch Beteiligung der Landnutzer in ihren Vorständen
  • Förderung der genossenschaftlichen und kommunalen Regiejagd zur Beteiligung einer größeren Zahl von Jägern ohne Pacht
  • Stärkung der „Greening“ Programme für Landwirte. Beschränkung des Ersatzanspruchs bei Wildschäden, wenn die Jagdausübung unmöglich ist
  • Jagdruhe aus ethisch gebotenen und wildbiologisch notwendigen Gründen in den Monaten Februar und März

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Wie sind wir im Land organisiert?
In Baden-Württemberg bestehen mehrere Regionalgruppen mit jeweils einem
Ansprechpartner und eigenem Programm. Unsere Gruppen wachsen. Daher werden sich die regionalen Zuordnungen der Landkreise mittelfristig ändern.

 

Derzeit:

  • Neckar- Alb
  • Neckar- Enz
  • Neckar-Odenwald
  • Schwarzwald-Nord
  • Schwarzwald-Süd
  • Baar-Obere Donau-Bodensee
  • Oberschwaben-Allgäu
  • Stuttgart-Schönbuch

In Planung:

  • Tauber-Hohenlohe
  • Oberschwaben-Allgäu

Zu den Regionalgruppen

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Wo befindet sich die Landesgeschäftsstelle?
Wir führen eine Landesgeschäftsstelle, aufgabenteilig an mehreren Orten:

  • Weil der Stadt (Geschäftsleitung und Landesvorstand)
  • Wimsheim (Mitgliedermanagement, Ökojagdbezug, Shop)
  • Oberboihingen (Finanzen, Controlling)
  • Villingen-Schwenningen (Presse, Redaktion Internet, Infobriefe).

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Wer kann sonst meine Fragen beantworten?
„Fachbeauftragte“ (Referenten) vertreten den ÖJV in speziellen Fachgebieten, die eine vertiefte Kenntnis der Materie erfordern. Derzeit:

  •  Jagdvermittlung
  • Wildtierökologie und -Monitoring
  • Waffen und Munition
  • Leistungsnachweis Schießausbildung
  • Jagdhundewesen,-Ausbildung und-Standards, Angebote
  • Zertifizierung von Nachsuchengespannen
  • Jagdrecht, Waffenrecht
  • Fortbildung: „Jagdschule auf dem Land“
  • Politisches Netzwerk
  • Reisen

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Vertreter des ÖJV in Landesgremien und Landkreisen
Der ÖJV ist Mitglied im Landesjagdbeirat, im Beirat des Nationalparks Schwarzwald und im Beirat des Rotwildprojekts Nordschwarzwald und in der AG Luchs-Wolf und der AG Rauhfußhühner. Wir sind Mitglied im Landesnaturschutzverband.

Bei den Unteren Jagdbehörden stellt der ÖJV derzeit in 20 Landkreisen einen eigenen Vertreter. Wir beteiligen uns finanziell am Ausgleichsfonds Luchs und -Wolf, d.h. am Schadensausgleich für Landwirte und Schafhalter bei Luchs- oder Wolfsrissen.

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Jagdschule auf dem Land
Viele Menschen wollen mehr über Jagd und Jäger wissen. Jäger und Eigentümer von Wald und Feld oder ihre Nutzer sollten Partner sein. Konflikte entstehen oft aus Unwissenheit. Fortbildung ist deshalb ein erster Schritt im Konfliktmanagement. Sie erlaubt vernünftige Absprachen. Wir haben bei vielen Fragen des Wildtiermanagements unsere eigenen Ansichten, die wir in Fortbildungsveranstaltungen zur Diskussion stellen. Da wir dazu keine feste Einrichtung mit Gebäuden und Verwaltung benötigen, organisieren wir unsere Veranstaltungen mit Fachleuten aus Hochschulen und Forschungseinrichtungen „draußen auf dem Land“ an wechselnden Orten.

 

Wir setzen daher über 80 % der eigenen Finanzmittel wieder für die Fortbildung der Jägerinnen und Jäger ein. Der ÖJV betreibt zur Aus und Fortbildung der Jägerinnen und Jäger eine eigene Jagdschule in Zusammenarbeit mit anderen Organisationen. Das Angebot richtet sich nicht nur an Jägerinnen und Jäger, sondern auch an Waldbesitzer, Jagdgenossenschaften, Gemeindemitarbeiter, Gemeinderäte, die für jagdliche Fragen in ihrer Gemeinde zuständig sind.

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Reiseprogramm
Wir wollen eine positive Einstellung zu Fragen des Naturschutzes unter Jägern auch mit einem Reiseprogramm fördern. Seit einigen Jahren organisieren wir daher preiswerte In- und Auslandsreisen, meist in Nationalparke und Großschutzgebiete; Inlandsreisen gelegentlich auch in Verbindung mit Jagdgelegenheiten.

 

  • 2010 Ostpolen -Beskiden Nationalpark
  • 2011 Slovenien und Kärnten; Vatikan-Wald
  • 2012 Bialowieza Heide und Biebrza Nationalpark: Wisente und Elch
  • 2013 Biebrza und Narev: Vogelzug
  • 2014 Rominter Heide und Suwalky Nationalpark, Ostpreußen Rotwild und Vogelzug; Bagno Niedlice
  • 2015 Thüringen
  • 2016 Rumänien Nationalpark Piatra Crajului; Urwälder bei Kronstadt
  • 2016 Bukowina Urwälder Slatioara, Zamostea, Giumalau und Nationalpark Calimani
  • 2017 Donaudelta Letea Urwald und Vogelzug
  • 2017 Südkarpaten Urwälder Strambatal, Semenic-Neraquellen, Runcu Grosi, Tarcu Bergalm

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